Es gab schon länger den Plan, so etwas auf die Beine zu stellen. Besonders ich wollte für mein Projekt einer Verbindung von Freikörperkultur mit Tanz werben.

Es gab aber viele Probleme mit der Technik und auch mit den Inhalten. Sollten wir die Themen voneinander trennen oder alles verbinden? Sogar Fotos von uns machten wir oder ließen sie machen. Sie sollten auch für unsere Seite verwendet werden. Es ist schwierig, Fotos aus dem FKK-Bereich zu nutzen. Es gibt nur ein paar Aufnahmen von einem Tanz am Strand an der Ostsee, für die ich von den Beteiligten keine Genehmigungen zur Veröffentlichung und kaum Kontaktmöglichkeiten habe. Die Bilder von uns, teilweise mit Selbstauslöser oder aus einem Video kopiert, fanden wir oft enttäuschend. Tanz lässt sich nicht wirklich auf Bilder bannen und unsere Körper erschienen uns zu wenig werbewirksam. Die Arbeit an der Webseite stockte und es gab immer wichtigere Dinge zu erledigen.

An diesem Wochenende wollten wir hier in Hannover das Wochenende mit dem World Naurism Day mit kreativem und nacktem Tanz und Märchenerzählen begehen. Leider hatte sich dazu niemand angemeldet. Immerhin gab es ein paar Absagen, was man ja so sehen kann, dass es da immerhin Intresse gab.

Am lezten Montag entschieden wir uns, das Vorhaben abzusagen. Da hatten wir auf einmal Zeit übrig. Wirklich mit der Arbeit zu beginnen, hatte aber noch andere Gründe. Wir hatten mit unserer Arbeit versucht, der Sport- und Freizeitorientierung der FKK etwas alternatives engegen zu setzen. Es begann hoffnungsvoll, aber besonders der Tanz stieß weitgehend auf Desinteresse oder gar Ablehnung. Es gab zwar immer wieder hoffnungsvolle Momente und schöne Begegnungen, aber es war nicht das, was ich erhofft hatte. Mein Traum war, über längere Zeit etwas gemeinsam mit anderen Menschen zu gestalten, was vielleicht an einem Ort der Freiköperkultur aufgeführt werden könnte. Solch eine Gruppe kam aber so nicht zustande. Uns wurde klar, dass unter den derzeitigen Naturist*innen nur wenige waren, die sich für diese Art von Tanz interessierten und die, die wir kannten, leben weit auseinander und werden alle, wie wir ja auch, älter. Immerhin hatten wir die Hoffnung, dass unter jenen, die einmal so etwas erlebt hatten einige selbst etwas ähnliches auf die Beine stellen würden, vielleicht irgendwo in der Gegend um Freiburg, wo immer wieder einige Mittanzende herkamen oder in Berlin.

So kamen wir in der lezten Woche auf die Idee, diesen Blog zu beginnen, in dem alle drei Themen vorkommen. Vielleicht gibt es ja da draußen Menschen, die sich bewegt fühlen, so ewas mal zu probieren. Immerhin waren einige meiner Mittanzenden vorher noch nie mit Freiköperkultur in Kontakt gekommen.

Wir hoffen auch, unsere Ideen, die manchen Menschen vielleicht ungewöhnlich erscheinen, von ganz anderen aufgenommen werden könnten, die auf Ideen kämen, was man damit anfangen kann.

Sicher bin ich, von uns beiden, der jenige, der jetzt mehr schreibt, weil ich in den letzten Jahren viel mehr zu diesen Themen gelesen und geschrieben habe. Da gibt es viel Material, dass hier einfach mal rausgelassen werden kann. Karin wird aber auch schreiben, sicher anders, als ich es tue. Sie hat viel eher als ich damit begonnen, mit allen möglichen Menschen, im persönlichen Kontakt, über Freikörperkultur ins Gespräch zu kommen und bei nicht wenigen hatte sie damit Erfolg.

Eckhard


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